Erkenntnisse aus 10 Stunden Zugfahrt von Berlin nach Wien RSS Feed für diesen Artikel
Zugfahren wird eindeutig unterschätzt (außer von den Preisgestaltern der Bahn…).
Für mich war das heute eine durchaus inspirierende und - ja - unterhaltsame Angelegenheit, die mich unter anderen zu folgenden Erkenntnissen gebracht hat:
- Deutschland sieht zu großen Teilen so unpackbar langweilig aus, dass man sich fragen muss, wie es passieren konnte, dass so etwas wie Berlin entstanden ist?! Die Existenz von Hamm Westfalen ist auf die Gesamtheit gesehen jedenfalls eindeutig schlüssiger.
- McDonald’s Kaffe (das ist kein Schreibfehler) ist qualitativ keine Konkurrenz gegen Starbucks. Das Braten von Bouletten qualifiziert offensichtlich nicht automatisch für die Zubereitung eines akzeptablen Café Latte.
- Im Alter scheinen Dinge komplizierter zu werden. Vielleicht weil man auf Grund umfassender Lebenserfahrung in der Lage ist alle erdenklichen Konsequenzen abzusehen dauert die Entscheidung, ob man den Speisewagen aufsuchen sollte, schon mal 20 Minuten und will in großer Runde wohl diskutiert sein.
- Nora Tschirner (oder ihre eineiige Zwillingsschwester) fährt 2. Klasse, wenn sie mit der Bahn unterwegs ist. Leider scheint sie die Zeit weniger für anregende Gespräche mit netten Mitfahrern, denn zum Lesen zu nutzen. Schade auch.
- Ich will und werde n-i-e-m-a-l-s in einer PR-Agentur arbeiten.
- In Bayern gibt es Klingeltöne, die so kontrovers sind, dass Fler bleich vor Neid werden würde. Was ist ein fetter Diss gegen eine beliebige Minderheit gegen ein zünftiges Jodeln in brutalster Lautstärker?
This entry was posted on Thursday, March 6th, 2008 at 7:33 pm and is filed under blog, leben, unverfängliches.
Du gehts da falsch an die Sache ran!
Du musst eine Fahrt mit der Bahn als eine Art Expedition sehen.
VORSICHT: Mit Frau Tschirner ist nicht zu spaßen. Der Humor ist gewöhnungsbedürftig und immer in den Momentan, man denkt es war jetzt Spaß, ist man selber der einzige der das so sieht.
Einige Freunde von mir waren mit Ihr auf einer Schule und teilweise in einer Klasse. Ihre Auftritte in jungen Jahren waren schon so charmant wie heute.
Hast du eigentlich keine Kopfhörer wenn du Bahn fährst? Ich finde man kann wunderbar entspannen und z.b. Musik genießen. Nirgens schläft Andreas so gut wie im ICE.
Wenn der Hunger mal wieder aufkommt auf dem Weg von Süden nach Norden und Leipzig auf der Strecke liegt: Dort gibt es einen Pizza-Lieferservice der auch an den Bahnhof liefert. Erfolgreich ausprobiert bei einer Fahrt mit fünf Kindern. Allein die neidischen Blicke der Mitreisenden.
also ich habe die nora als außerordentlich liebenswertes persönchen kennengelernt! aber sie ist in der tat sehr schüchtern, was vielleicht überrascht wenn man sie nur aus der glotze kennt!
Das ihr die alle kennt find ich ja mindestens so faszinierend wie des Umstand, dass sie in Passau(!) ausgestiegen ist.
Darfst dich geehrte fühlen uns zu kennen ;-)
dass sie in der 2. klasse nach passau fährt, damit werde ich sie bei gelegenheit mal konfrontieren! also nach passau fährt man ja nun wahrhaftig nicht freiwillig - und somit nicht in der 2. klasse ;)
abgesehen davon - spätestens seit der letzten schnulze mit til schweiger ist nora doch recht bekannt oder?