copyright: hoffnung in absurdistan?
heute konnte man bei [heise][1] lesen:
<p>>Nach den Massenanzeigen gegen Spiele-Downloader fordern Staatsanwaltschaften eine Bagatellgrenze im Urheberrecht für Tauschbörsen-Nutzer.</p>
<p>und weiter:</p>
<p>>Ermittlungen seien nur noch sinnvoll, wenn jemand “1000 oder mehr Lieder online offeriere”, drängen Behördenvertreter laut Focus auf klare Grenzziehungen bei der Rechtsnovelle. Es sei nicht zu schaffen, zehntausende deutsche P2P-Nutzer zu bestrafen.</p>
<p>das macht hoffnung. finde ich. </p>
<p>[1]:http://www.heise.de/newsticker/meldung/65003</p>
<p>natürlich kommen im artikel auch gleich wieder die schreihälse aus der verwertungsindustrie zu worte, aber das gehört dieser tage ja beinahe schon [zum grundrauschen][1]. </p>
<p>der ansatz, nun <em>endlich</em> eine bagatellgrenze zu ziehen erscheint mir nicht nur sinnvoll, sondern auch dringend notwendig. vielleicht ist ja dann endlich mal schluss mit der [peinlichen kriminalisierung][4] normaler musikkonsumenten. </p>
<p>es ist sicherlich kaum zu befürchten, dass die musikindustrie durch eine solche grenze plötzlich anfangen könnte, ihre kunden als etwas anderes denn ihre feinde zu betrachten. wäre diese leidige drohkulisse _(“wenn ihr nicht spurt, verklagen wir euch alle.”)_ vom tisch, könnte ich mir allerdings vorstellen, dass ein druck zum umdenken entsteht.</p>
<p>darüberhinaus bin ich der meinung, dass die nutzung von filesharing-netzwerken unterhalb der geforderten bagatellgrenze den stellenwert von privatkopien hat. der tod der musik als einnahmequelle sieht da sicherlich anders aus, denn komerzielle sachen wie diese [seite-deren-namen-man-nicht-nennen-soll][3] lehne ich ausdrücklich ab, weil da mit musik geld verdient wird, das denen, die sie gemacht haben nur in den seltensten fällen auch zu gute kommt.</p>
<p>der große zuspruch dieser plattform sollte den betreibern anderer downloadangeboten allerdings durchaus zu denken geben, aber das ist noch mal eine ganz andere baustelle.</p>
<p>vielleicht kommt die revolution ja auch [durch die blume][2]?</p>
<p>[1]:http://www.golem.de/0509/40241.html “kazaa hat verloren. dann ziehen die user halt um…”<br />
[2]:http://www.netzpolitik.org/2005/musicload-bewirbt-die-privatkopie/
[3]:http://www.heise.de/newsticker/meldung/61528 “das ist auch so ein unding!”
[4]:http://www.ifpi.de/news/news-611.htm





